Wolkig, Schneeregen
Fr 28.2.
2/2°
Bedeckt, Schneeregen
So 29.2.
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Wolkig
Sa 1.3.
3/7°

Sehenswürdigkeiten der Stadt Jindřichův Hradec

Auswahl der Denkmäler der Stadt Jindřichův Hradec

BALBÍN-PLATZ UND UMGEBUNG:

  • Jesuitenseminar (seit 1882 ein Museum).

Das Museum beherbergt das größte mechanische volkstümliche Krippenspiel der Welt. Das Krýza-Krippenspiel wurde von dem Hradecer Bürger Tomáš Krýza († 1918), einem Strumpfmachermeister, geschaffen. Das beachtenswerte Werk wurde in das Guinnessbuch der Rekorde eingetragen. Während der Besichtigungen wird es jede volle Stunde in Bewegung gesetzt.

Auf dem Hradecer Kolleg unterrichtete oder studierte eine ganze Reihe von Persönlichkeiten, am bekanntesten sind z. B. Bohuslav Balbín (Historiker, Pädagoge), Adam Václav Michna von Otradovice (Komponist, Dichter), Matěj Václav Šteyer (Herausgeber tschechischer katholischer Bücher, Linguist, Übersetzer und Dichter), František II. Rákoczi (Herzog von Siebenbürgen, Führer des anti-habsburgischen Ständeaufstandes in Ungarn) und weitere.

  • Nežárecká-Tor (früher Linzer Tor)
  • Druckerei Landfras (Empire-Gebäude erinnert an den Bürger Alois Landfras)

DER STADTTURM:

Eine Dominante von Jindřichův Hradec stellt der 68,3 m hohe Stadtturm an der Kirche Mariä Himmelfahrt dar. Der Turm stammt wahrscheinlich bereits aus dem 14. Jahrhundert. Jedoch wurde auch er durch den Brand im Jahre 1801 zerstört und erhielt später beim Wiederaufbau seine heutige Gestalt. Ein jeder, der es auf sich nimmt, den Turm über 153 Treppen zu besteigen, wird mit einer Aussicht auf die Stadt und ihre Umgebung belohnt. Die ursprünglich gotische Kirche Mariä Himmelfahrt stammt aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts. Architektonisch interessant ist die Špulíř-Kapelle, die zwischen 1500–1506 erbaut wurde (Gründer war Ritter Viktorin Špulíř von Jitry). Das Rippengewölbe der Kapelle wird von figuralen Motiven und Tierplastiken (Affe, Krokodil, Flusspferd, Keiler, Wolf, ...) geschmückt. Die Kirche beherbergt die Überreste des Hl. Hippolyt, des Schutzpatrons der Stadt. Außerdem fanden hier auch die Herren zu Hradec und Slavata ihre letzte Ruhestätte. Als Organist war hier der barocke Komponist und Dichter Adam Václav Michna von Otradovice (1600–1676) tätig. Durch eine Ecke verläuft der 15. Meridian.

NÁMĚSTÍ MÍRU (PLATZ DES FRIEDENS):

  • Das alte Rathaus - Stadtwappen über der Durchfahrt und Türmchen. Die gegenwärtige Gestalt des Rathauses geht aus dessen Rekonstruktion im Jahre 1807 hervor (Architekt Josef Schaffer).
  • Langr-Haus (Langrův dům) - Laubengang mit Diamantgewölbe sowie eine wertvolle Renaissance-Sgraffito-Fassade (1579).
  • Hotel Concertino – Zlatá husa (Goldene Gans) - Komplex historischer Gebäude, Eine Gedenktafel erinnert an Adam Michna von Otradovice, der hier geboren wurde.
  • Statuengruppe der Heiligen Dreifaltigkeit - 20 m hohe, von Matouš Strachovský, erbaut in den Jahren 1764–1766. Die großzügige barocke Statuengruppe gipfelt in Figuren, die die Heilige Dreifaltigkeit und gleichzeitig das Motiv der Mariä Himmelfahrt darstellen. Weiter unten befinden sich die Erzengel Michael, Gabriel und Rafael, unterhalb dieser wiederum eine ganze Reihe Heiliger – Nationalheilige, Pest-Schutzheilige oder Schutzpatronen der Stadt.

DAS MINORITENKLOSTER:

  • Kirche des Hl. Johannes des Täufer - Die Kirche wird mit Recht als eine der wertvollsten gotischen Sehenswürdigkeiten Südböhmens betrachtet. Der Grundstein wurde im 3. Viertel des 13. Jahrhunderts gelegt, der Freskenschmuck.
  • Kapelle des Hl. Nikolaus - architektonisch handelt es sich dabei um ein ausgezeichnetes Werk der Hochgotik.
  • Gebäuden des Minoritenklosters - aus dem 14. Jahrhundert, mit gotischer Malerei in den Kreuzgängen und einem jüngeren Spital mit zwei großen Renaissancesälen im Erdgeschoss.

DIE STADTMAUERN:

  • Nežárecká-Tor (früher Linzer Tor)
  • runde Bastion
  • gotische Turm

MASARYKOVO NÁMĚSTÍ (MASARYK-PLATZ) UND UMGEBUNG:

  • Schützenhaus (Střelnice) - ein zu vielen Zwecken genutztes Kulturhaus.
  • Husovy sady - ein Park, im Jahre 1923 kam das Jan-Hus-Denkmal hinzu.

WEITERE SAKRALDENKMÄLER AUF DEM GEBIET DER STADT:

  • Kloster mit der Kirche der Hl. Katharina - gotischer Abstammung, es wurde im Jahre 1478 von Jindřich IV. gegründet. Wertvoll sind die Innenräume der barocken Nebenkapellen: der Hl. Barbara, des Hl. Antonin und der Hl. Porcinkule.
  • Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit - wurde in den Jahren 1590–1594 auf dem neu angelegten städtischen Friedhof errichtet. Dieser wurde jedoch in den 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts aufgelöst und in einen Park umgewandelt.
  • Kirche des Hl. Jakob - die neugotische Kirche (1860) entstand anstelle einer abgerissenen Kirche, die sich hier bereits im 16. Jahrhundert befand. Zur Kirche führt ein Kreuzweg.
  • Jüdische Friedhof - befindet sich am Stadtrand, der älteste Grabstein stammt aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

FRUKO-SCHULZ:

Eine der bekanntesten und erfolgreichsten Firmen aus Jindřichův Hradec ist auf die Produktion von Spirituosen und Sirupen spezialisiert – sie gehört in ihrer Branche zu den fünf größten Tschechiens.
Das Sortiment der Firma besteht aus verschiedenen Sorten von Spirituosen, Likören und Fruchtsirupen. „Tuzemák” und „Black vodka” aus Jindřichův Hradec erzielten im Wettbewerb „Chutná hezky Jihočesky“ („Schmeckt typisch Südböhmisch“) den ersten Preis sowie den Preis der Jury.

HILL‘S LIQUERE:

Unterhalb des Schlosses befindet sich in der Mühlstraße (Mlýnská ulice) ein kleiner Familienbetrieb zur Herstellung von Spirituosen mit einer Tradition, die bis in das Jahr 1920 zurückreicht. Das bekannteste Produkt unter den etwa 90 Spirituosensorten ist Hill´s Absinth, der auf der Grundlage alter Familienrezepturen von Radomil Hill (u. a. auch der Erfinder des Rums mit Segelboot) kreiert wurde.

ATELIÉRY TAPISERIÍ s r. o. (TAPISSERIEN-ATELIERS GMBH):

Unterhalb der Burg, am Ufer der Nežárka befinden sich die Tapisserien-Ateliers. Diese berühmte, sich mit der Herstellung und Restaurierung handgewebter Wandteppiche (Tapisserien) beschäftigende Firma wurde 1910 von der Textilkünstlerin Marie Teinitzerová (1879–1960) gegründet.